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Mit dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Gleichstellung behinderter Menschen ist Barrierefreiheit nicht mehr nur eine nette Geste sondern für die Behörden des Bundes Pflicht. Seit Juli 2002 gibt es die Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung des Bundes (BITV), die in der Zwischenzeit in vielen Bundesländern in entsprechende Verordnungen übernommen wurde. Die bayrische Verordnung empfiehlt den Gemeinden, wie hier Betzenstein, barrierefreie Internetauftritte zu etablieren.
Der Stadt Betzenstein ist es ein Anliegen die Barrierefreiheit im Internet mit ihrem Internetauftritt zu unterstützen. Einige Grundforderungen sind bereits mit dem Neustart unserer Internetpräsenz ab dem 1.4.2009 realisiert. Weitere Elemente der Barrierefreiheit werden wir im Zuge der stetigen Weiterentwicklung unserer Webpräsenz und unserer Internetangebote über die Zeit hinzufügen bzw. vervollkommnen oder vertiefen.
Die 14 einzelnen Forderungen der Barrierefreiheit und der Stand ihrer Umsetzung auf unseren Internetseiten finden sie nachfolgend auf dieser Seite. Wir danken hier ausdrücklich der Initiative "Einfach für Alle" und der "Aktion Mensch" für ihre methodische Hilfe.
Anforderung 1: Äquivalente Alternativen
In der ersten Anforderung der BITV geht es um einige grundlegende Dinge, die schon immer zum »Guten Ton« einer Website gehörten… (1.1) Wir verwenden Alternativtexte über Bildern, Animationen, Bildergallerien, Applets, Buttoms, Symbolen, etc. (1.2) Wir berücksichtigen zusätzliche Textlinks für serverseitige Imagemaps.
Anforderung 2: Farben und Kontraste
Zirka zehn Prozent Ihres männlichen Publikums ist farbfehlsichtig und kann mit der Anweisung »Zum Bestellen drücken Sie bitte auf den grünen Knopf« nichts anfangen… (2.1) Wir überprüfen regelmäßig, ob unsere Seiten auch ohne Farben nutzbar sind. (2.2) Wir verwenden kontrastreiche Bilder und Grafiken.
Anforderung 3: Sauberer Code
Sauberer Code ist nicht nur der Zeitvertreib von HTML-Puristen, sondern legt das Fundament für die Barrierefreiheit… (3.1) Wir verzichten weitestgehend auf Schriftgrafiken. (3.2) Wir überprüfen regelmäßig den geschriebenen Code auf Fehler gegen den W3C-Standard (HTML, PHP, ect.) und reduzieren gefundene Inkonsistenzen. (3.3) Wir überprüfen regelmäßig die verwendeten CSS-Definitionen gegen den W3C-Standard (CSS) und reduzieren gefundene Inkonsistenzen. (3.4) Wir verwenden weitgehend relative Maßangaben um das Zoomen der Seiten in Internetbrowsern zu erleichtern. (3.5) Wir verwenden durchgehend Strukturelemente für Überschriften. (3.6) Wir verwenden weitgehend Strukturelemente für Listen.
Anforderung 4: Sprachliche Besonderheiten
Die Kennzeichnung von Besonderheiten wie Sprachwechsel und Abkürzungen erleichter das Verständnis… (4.3) Wir verwenden als korrekte Spracheinstellung im CMS "deutsch" zur besseren Maschinenlesbarkeit der Beiträge.
Anforderung 5: Tabellen
Layout-Tabellen haben mittlerweile ihr Verfallsdatum deutlich überschritten…
Anforderung 6: Neuere Technologien
Ein Blick in die Statistik Ihrer Website enthüllt die Vielzahl der unterschiedlichsten Browser aus verschiedenen Generationen, die auf Ihre Website zugreifen…
Anforderung 7: Dynamik und Bewegung
Das Web ist weit mehr als nur ein Sammlung wohlstrukturierter statischer Texte. Interaktive Elemente sind oft der bessere Weg, um manche Nutzergruppen zu erreichen… (7.1) Wir verwenden keine flackernden Inhalte, wie z.B. animierte Grafiken (*.gif), zur Absicherung epilepsiegefährdeter Personen. (7.2) Wir verzichten auf blinkende Inhalte zur nachhaltigen Konzentrationförderung beim Textlesen. (7.3) Wir verzichten auf bewegte Inhalte, um auch Lesern den Zugang zu unseren Seiten zu erleichtern, die deutsch nicht als Muttersprache erlernten. (7.5) Wir verzichten generell auf Techniken der "automatischen Weiterleitung" zur Unterstützung von "Screen-Readern" für seebehinderte Personen.
Anforderung 8: Skripte und Applets
In dieser Folge geht es um die Zugänglichkeit der Inhalte, die über das bloße HTML oder Bilder hinausgehen und eigene Schnittstellen zur Ausgabe und Bedienung haben…
(8.1) Wir gestalten programmierte Elemente (insbesondere Scripts und Applets) weitgehend so, dass sie direkt zugänglich und bestmöglich kompatibel mit assistiven Technologien sind.
Anforderung 9: Geräteunabhängigkeit
Wenn Ihre Seiten für Sprachausgaben, Braillezeilen und andere assistive Werkzeuge zugänglich sind, werden sie auch für Kiosksystemen ohne Tastatur oder mobile Endgeräten bedienbar sein…
(9.1) Wir verzichten auf serverseitige Imagemaps, es sei denn, die Regionen können mit den verfügbaren geometrischen Formen nicht definiert werden.
Anforderung 10: Abwärtskompatibilität
Nicht jedes Ausgabegerät verfügt über die selben Möglichkeiten wie der Rechner, auf dem die Website entwickelt wurde…
(10.1) Wir verzichten auf das Erscheinenlassen von Pop-Ups oder anderen Fenstern.
(10.2) Wir haben bei Formular–Kontrollelementen mit implizit zugeordneten Beschriftungen ist dafür Sorge getragen, dass die Beschriftungen korrekt positioniert sind.
(10.5) Wir trennen nebeneinander liegende Hyperlinks durch von Leerzeichen umgebene, druckbare Zeichen.
Anforderung 11: Webstandards
Die Verwendung von offenen Standards garantiert nicht nur die Interoperabilität Ihres Internetangebots, sondern spart bei Wartung und Pflege bares Geld...
(11.1) Wir verwenden W3C-Technologien, wenn sie verfügbar und der Aufgabe angemessen sind und benutzen Sie die neueste Version, wenn sie unterstützt wird.
(11.2) Wir vermeiden die Verwendung von Funktionen, die durch die Herausgabe neuer Versionen überholt sind.
(11.3) Wir bemühen uns bei der Erstellung eines barrierefreien Internetangebots dieses so zur Verfügung zu stellen, dass es äquivalente Funktionalitäten und Informationen gleicher Aktualität enthält, soweit es die technischen Möglichkeiten zulassen. Wir verzichten auf "Nur-Text-Versionen".
Anforderung 12: Orientierung
Vielen Benutzern assistiver Werkzeuge wird der Zugang bereits durch die mangelnde Übersichtlichkeit einer Website verwehrt…
(12.1) Wir verzichten auf den Einsatz von Frames.
(12.2) Wir verzichten komplett auf die Verwendung von Frame-Technologien.
(12.4) Wir verknüpfen die Label mit den Formularelementen derart, dass die Beschriftungen genau ihren Kontrollelementen zugeordnet sind.
Anforderung 13: Bedienung
Klassische Usability-Faktoren haben ebenso einen starken Einfluß auf die Barrierefreiheit eines Angebotes…
(13.1) Wir verwenden eindeutige Linktexte. Das Ziel eines jedes Hyperlinks sollte auf eindeutige Weise identifizierbar sein.
(13.2) Wir stellen die Metadaten so bereit, dass semantische Informationen zu den Internetangeboten hinzugefügt werden.
(13.3) Wir stellen Informationen zur allgemeinen Anordnung und Konzeption des Internetangebots bereit, hier mittels eines Inhaltsverzeichnisses.
(13.4) Wir bemühen uns, die Navigationsmechanismen so schlüssig und nachvollziehbar wie möglich zu gestalten.
(13.5) Verschiedene Arten der Navigation - Wir stellen verschiedene Navigationsleisten bereitzustellen, um die verwendeten Navigationsmechanismen hervorzuheben und einen einfachen Zugriff darauf zu ermöglichen.
(13.7) Wir stellen den Lesern verschiedene Arten der Suche bereit.
(13.10) Wir verwenden keine ASCII-Zeichnungen.
Anforderung 14: Verständlichkeit
Selbst wenn die Prüfprogramme auf keine groben Schnitzer hinweisen, ist eine Website damit noch lange nicht für alle Besucher tatsächlich auch benutzbar…
(14.1) Einfache Sprache - Für jegliche Inhalte verwenden wir die klarste und einfachste Sprache, die angemessen ist.
(14.2) Grafische Gestaltung - Wir ergänzen Texte mit graphischen Präsentationen, sofern dies das Verständnis der angebotenen Information fördert.
(14.3) Durchgängiger Präsentationsstil - Der gewählte Präsentationsstil ist durchgängig beibebehalten worden. Grundlage hierfür ist ein komplettes Designkonzept.
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